Aussichtsplattform Vogelnest

Im Norden von Hochheim unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Wiesbaden liegt das ehemalige Kiesgrubengelände Silbersee, ein Naturschutzgebiet, das eine große Zahl von unterschiedlichsten Vogelarten anzieht.

Es gehört zu den wichtigen Anliegen des Regionalparkprojektes, den Besuchern auch wilde Natur auf solche Weise vorzuführen, dass die Biotope zwar eingesehen und beobachtet werden können, jedoch ohne dass sie durch dieses Interesse Schaden nehmen.

Es soll durch unmittelbare Anschauung für die Ziele des Naturschutzes geworben werden, aber gleichzeitig auch um das Verständnis dafür, dass solche Biotope ihres Schutzes wegen nicht betreten werden sollten.

Es wurde entschieden, ein künstliches, stilisiertes Nest zu bauen. Diese Landmarke soll ein Kunstgebilde sein, aber die Assoziationen zum natürlichen Nest, zum Vogelschutzgebiet, wecken.

Und auch der Gedanke steckt darin: dass wilde Natur im Rhein-Main-Gebiet nur künstlich wieder geschaffen und erhalten werden kann.Das Naturschutzgebiet ist im Grunde so künstlich wie das Nest selbst.

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Landmarke und Aussichtskanzel „Vogelnest“
Projekt: 2000
Fertigstellung: 2001
Standort: Hochheim a.M. an der L3028 im sog. Silberseengebiet

Auftraggeberin: Regionalpark RheinMain GmbH, Flörsheim a.M.
Tragwerksplanung: Schlier und Partner, Darmstadt

Auszeichnungen:
Deutscher Holzbaupreis 2003 - Besondere Anerkennung
Johann-Wilhelm-Lehr-Plakette BDA 2003

Veröffentlichungen (Auszug):
Der Regionalpark Rhein-Main, 2001
BDA Große Häuser, Kleine Häuser - ausgezeichnete Architektur 2003
Wood Design, daab Köln 2005
Architekt časopis 11/2006 (CZ)
Martina Nadansky: Wie bauen Tiere? Wie bauen Menschen?, Verlag an der Ruhr 2007, S.76
analogias arquitectura: animal, latinta Barcelona 2007, S. 86-91
Moderne Architektur und Tierwelt: Analogien von Alejandro Bahamón, 2008
GEO-online, Von Dänemark bis Österreich: 13 besondere Aussichtstürme in Europa, 8/2023
Vogelnest 2.0

Nach knapp 20 Jahren Standzeit war das Vogelnest stark bewittert und seit dem Jahr 2015 für die Öffentlichkeit gesperrt.

Dass ausgerechnet Vögel - in diesem Fall Spechte - für die größten Beschädigungen am Vogelnest verantwortlich waren, grenzt an Realsatire.

Stahl statt Holz

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Umbau und Sanierung Landmarke und Aussichtskanzel „Vogelnest“
Projekt: 2019
Fertigstellung: 2020
Standort: Hochheim a.M. an der L3028 im sog. Silberseengebiet


Auftraggeberin: Regionalpark RheinMain GmbH, Flörsheim a.M.
Tragwerksplanung: Schlier und Partner, Darmstadt

Veröffentlichung:
Stahlbau heute 3/2020, S. 24-27, Wiesbaden 2020

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