Kernbereich Ortenberg

Bereits auf dem historischen Luftbild von 1950 lässt sich erkennen, dass in Ortenberg zwischen der traditionellen Altstadt und der neueren Bebauung der Vorstadt eine Fläche mit unbebauten Feldern vorgehalten wurde.

Diese Struktur hat sich - auch auf Grund des jährlich stattfindenden Kalten Markts - bis heute im Grundsatz erhalten und kann als ortstypisch angesehen werden.

Durch diese Art der Flächenbevorratung, hauptsächlich für eine einzige Großveranstaltung im Jahr, wurden im Laufe der Zeit zunehmend Defizite in Bezug auf Nutzbarkeit und Anmutung dieser Freiflächen außerhalb der Festveranstaltung deutlich.

Da die zentralen Bereiche dieser Flächen auch in Zukunft für den Kalten Markt nutzbar sein müssen, sollen in einem ersten Schritt die Randbereiche der Felder ausformuliert und entsprechend ihrer Lage gestaltet werden.

Es entstehen so ein Randbereich an der Nidder, der vornehmlich Freizeitaktivitäten gewidmet ist (Holzdeck am Wasser mit Strandbar, Spielplatz und Bühne, Stellflächen für Wohnmobile, usw.), ein Randbereich des Übergangs zwischen dem Geländeniveau des Marktplatzes und der Herrenwiese (neue Treppenanlage, Rampe, Aussichtspunkt, usw.) und Randbereiche entlang des Markplatzes (Mini-Café, Möblierungen für den Aufenthalt, Kiss-and-Ride Zone mit Brunnen oder Skulptur, Mobilitätsstation, usw.).

  • Felderstruktur der Vorstadt

  • Ränder formulieren

  • Wegebeziehungen herstellen

In einem zweiten Schritt soll diese weiterentwickelte Felderstruktur mit sinnfälligen Wegebeziehungen verknüpft werden, so dass einerseits eine Verbindung vom Bürgerhaus im Südwesten über die Nidder hinweg zum Vulkanradweg und zur offenen Feldlage im Nordosten entsteht und andererseits über den Gelenkpunkt Carl-Fries-Platz eine einladende Anbindung der malerischen Altstadt von Ortenberg geschaffen wird.

Um diese Intention zu stärken, wird ein Neubau an Stelle des Stolberger Hofs vorgeschlagen, der zusammen mit dem Gebäude der Volksbank ein neues Tor zu Altstadt von Ortenberg etablieren soll. Die Philipp-Glenz-Straße soll in diesem Zuge zur Fußgängerzone umgestaltet werden.

Die malerische Altstadt von Ortenberg und die Lage der Stadt am Fluß

Neben der Neugestaltung der großen Felder Herrenwiese/Marktplatz und deren Randbereiche ist es ein weiteres Ziel bislang schwach entwickelte Aspekte der Stadtentwicklung zu stärken: Die malerische Altstadt von Ortenberg und die Lage der Stadt am Fluß.

Beide Themen haben eine hohe Attraktivität für die Wahrnehmung von Ortenberg im Bereich des Tourismus und stellen einen möglichen Impuls bei der Stadterneuerung und Klimaanpassung dar.

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Kernbereich Ortenberg (Hessen)
Standort: Marktplatz / Herrenwiese Ortenberg (Hessen)
Wettbewerb: 2026, 3. Preis
in Zusammenarbeit mit Loth Städtebau und Stadtplanung, Siegen
Ausloberin: Gemeinde Ortenberg (Hessen)

© Peter Karle 2026