Findlinge
Umbau und Sanierung des denkmalgeschützten Kulturdenkmals Villa Rothschild
Neubau eines 4-Sterne-Hotels mit 120 Zimmern, großem Tagungs- und Konferenzbereich, Restaurants, Eingangshalle, Wellnessbereich und Garage

Igor Strawinsky schreibt in seinem Buch „Musikalische Poetik“, der Gesang der Vögel sei noch keine Musik, auch nicht das Flüstern des Windes, sosehr sie auch das Herz erfreuten; sie seien nur der Stoff, aus dem Musik gemacht werde. Um Musik zu werden, müssten Töne und Geräusche ausgewählt und geordnet werden.

Mit Gärten ist es ähnlich: Natürliche Landschaften allein sind noch kein Garten. Ein Garten entsteht erst, wenn die Elemente und Materialien aus dem Angebot der Natur sinnvoll ausgewählt und komponiert sind. ...

In diesem Sinne verdichtet sich der „wilde Wald“ an den Taunushängen rund um die Villa Rothschild in Königstein und wird zu einem Landschaftsgarten transformiert, in dem sich, neben der überlegten Anordnung von Baumgruppierungen und Sichtschneisen, auch eine Anzahl von Motivsituationen wie z.B. eine Felsengrotte, eine Waldlichtung mit Kunstwerk usw. befinden.

Diese romantisierende Grundkonzeption des bestehenden Landschaftsgartens wird insofern für die Konzeption der Erweiterung des Hotels Sonnenhof aufgegriffen, als dass die Aufgabe nicht primär als Gebäudeerweiterung der Rothschildvilla, sondern als Ergänzung des größeren Ganzen, nämlich des Parks mit seinen Motiven und Orten, wozu dann auch die Villa gehört, verstanden wird.

Text: Erläuterungsbericht
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Hotel Sonnenhof, Königstein
Wettbewerb 2001, 1. Preis
Standort: Falkensteiner Straße 9, 61462 Königstein im Taunus
Ausloberin: Stadt Königstein im Taunus
Mitarbeiter: Dipl. Ing. Astrid Wuttke, cand.arch. Andreas Meyer (Modell)

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